Joshi ist ein 9jähriger Junge. Er geht in die dritte Klasse und wohnt in einem Mehrfamilien-
Haus! Auch heute ging er nach der Schule zur Bushaltestelle, um nach Hause zu fahren! –
Heute hatte er gute Laune und ging seinen Lieblingsweg! Es war sein Lieblingsweg, weil er
da immer an einem wunderschönen Haus vorbei kam. Immer, wenn er vor dem Haus stand,
waren seine Augen leuchtend groß, denn in dem Garten waren lauter Blumen wie z.B.
Rosen, Tulpen, Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen und Sonnenblumen. Vor allem jetzt im
Frühling blühten die Blumen wunderschön. Außerdem war der Rasen immer toll gepflegt.
Es gab sogar eine Feuerstelle und ein Gartenhaus! Und an den Bäumen hingen immer die
leckersten Früchte, wie Birnen, Kirschen, Pflaumen oder Äpfel. Einfach himmlisch! –Er
war so in seinen Traum vertieft, dass er gar nicht hörte, dass die Besitzerin des Gartens ge-
kommen war und ihn ansprach! „Hallo, mein Junge!“ Erst jetzt bemerkte er die alte Frau
und wich einen Schritt zurück und antwortete dann leise: „Hallo!“ Die Frau sagte nun: „Ja,
ja, mein Garten ist schön; das sagen viele Leute. Möchtest Du `reinkommen und etwas trinken?“ Joshi bekam Angst und sagte schnell: „Nein!“ und rannte weiter zur Bushalte-
stelle. „Mist, der Bus ist schon da!“ sagte er leise zu sich selbst und rannte noch schneller
und schaffte es gerade noch keuchend in den Bus. „Na“, sagte der Busfahrer, “heute mal
etwas später, hm?“ Joshi zeigte sein Ticket und setzte sich auf einen Sitz. Als der Bus an
seiner Ausstiegsstelle angekommen war, stieg er aus und ging kurz noch zur Eisdiele und
kaufte sich in der Waffel Schoko, Zitrone und Erdbeere! Er aß es genüsslich auf seinem Fahr-
rad. Als er zu Hause ankam, stellte er sein Fahrrad in den Schuppen und schmiss sich auf sein
Bett. Dann fing er an, zu weinen. Kurze Zeit später kam seine Muter und fragte: „Hallo, mein
Schatz, warum weinst Du; was hast Du denn, kann ich Dir helfen?“ Erst schwieg er und sagte
dann: „Lass mich in Ruhe! Ich muss nachdenken und außerdem will ich umziehen!“ Seine Mutter seufzte und sagte: „Ja, das wollen Dein Vater und ich auch. Wir haben nämlich ein
Traumhaus, und Du hast wohl auch eins?“ „Ja, habe ich. Dazu habe ich aber noch einen Traumgarten!“ fügte er schlaff hinzu. Seine Mutter streichelte ihm übers Haar und ging dann
`raus. Joshi nahm sich das Buch „Zottelkralle“ von Cornelia Funke und las. Um halb Sieben kam seine Mutter mit einem Tablett ins Zimmer. Auf dem Tablett war sein Lieblingsessen
„Gulasch“; sein Lieblingsnachtisch „Zabajone Joghurt mit Vanillesoße und Schokostreuseln“
und sein Lieblingsgetränk „Pepsi“! Joshi nahm das Tablett und sagte leise: „Danke!“ und lächelte ein bisschen. Er gab Mama das Buch, und sie las `drauß vor: „Mit einem Satz landete Trüffelzahn neben ihm auf dem Boden. „Viel Spaß noch Zottelkralle!“ grunzten die beiden.
Dann spuckten sie noch ein paar Mal kräftig auf den Teppich und rannten aus dem Zimmer. Einen Augenblick später fiel die Haustür ins Schloss.“ Seine Mutter legte das Buch weg und sagte dabei: „So, das reicht für heute!“ Sie nahm das Tablett, deckte Joshi zu und gab ihm einen Kuss auf die Stirn. „Gute Nacht, Joshi!“ Er antwortete: „Gute Nacht Mama!“ Er schlief schnell ein. Er träumte von seinem Garten mit den vielen Blumen, der Feuerstelle und der Hütte! Sein Traum: Er ging von seinem Haus an die Hütte und hörte Lachen und guckte in eins der Fenster. Als erstes sah er nichts. Aber dann sah er, wie ein kleines zerstrubbeltes, vio-
lettes Männchen runter auf den Teppich neben ein anderes strubbel-blaues Männchen sprang. Er sah auch, dass die beiden ein Schoko- und Vanille-Eis hatten. Doch da sah Joshi noch ein drittes zerzaustes, strubbeliges rotes Männchen mit einem Erdbeereis in der Hand. Auf einmal wurde es hinter ihm hell, denn an der Feuerstelle war das Feuer aufgegangen. Die Männchen gingen zur Gartentür hinaus und Joshi dachte: „Mist, sie werden mich entdecken.“ Als aber das rote Männchen `raus kam, traute er seinen Augen nicht und sagte leise: „Zottelkralle!“
Joshi ging einen Schritt zurück und es machte „KNAX!“, denn er war auf einen Stock
getreten! Die drei Zotteltiere kamen um die Ecke und sahen den voll verängstlichten Joshi dastehen und zwar noch mit einem Winni-Pooh-Schlafanzug. Wie peinlich! Plötzlich hörte
er eine Katze miauen. Zottelkralle und die anderen beiden verschwanden. Er war in seinem
Traumgarten und sah seine Eltern auf der Terrasse in einem Sonnenstuhl liegen. Er sah auch
noch einen großen Pool mit Startblock und Dreier und eine kleine Röhren-Wasserrutsche.
Vor allem war es ein tolles Haus mit einem tollen Garten mit allen Pflanzen und Blumen; es waren sogar noch mehr dabei! Er war schöner, als der Garten von der alten Frau! „Guten Morgen!“ rieß ihn eine Stimme aus seinem Traum. Es war seine Mutter und sie hatte einen Brief in der Hand, den sie Joshi überreichte. Er laß laut vor: „Schnell-Service, Sehr geehrte Familie! Wir verkaufen Traumhäuser. Wenn es ihnen Recht ist, können wir ihnen am 25.5.2009 welche zeigen. Um 15:00 Uhr geht’s los! Anderes lesen sie unten! Wir wünschen ihnen viel Glück beim Hausaussuchen! Ihr Dream-Team! - Wow, Mama, ist das cool! Welchen Tag haben wir heute?“ Seine Mutter antwortete: „Ich wusste, dass du das fragst. Wir haben heute den 25.5.2009!“ Die Zeit verging wie Tage, aber als es dann endlich 14.45 Uhr war, ging es endlich los! Joshi war ganz aufgeregt, ob sein Traumhaus dabei war? Als sie ankamen, hatten sie einen schönen Empfang! „Sie bekommen jetzt 8 Häuser zu sehen und am Ende dürfen sie sich das Haus, was ihnen am Besten gefallen hat, aussuchen und kaufen. Sie bekommen dann aber noch einen Bestätigungs-Brief!“ sagte der Verkäufer. Das erste war gut; es war blau mit kleinem Garten, der zur Hälfte mit einem Pool bedeckt wurde! Das 2., 3., 4. und 5. Haus war auch okay, aber entsprach nicht den Erwartungen von Joshis Familie! Das sechste war nicht ganz so gut und das siebte, he, geht gar nicht! Es war ein kitschiges, grell-rosa Haus mit einem Minigarten; dafür sah es von innen gut aus! Als sie beim 8. Haus erschöpft, traurig und enttäuscht ankamen, traute Joshi seinen Augen überhaupt nicht mehr! Er stand vor seinem Traumhaus und seinem Traumgarten; genau wie in seinem Traum, nur halt 10000 Mal besser! Seine Eltern hatten auch funkelnd große Augen, obwohl sie schon dachten, wieder in die alte Wohnung zurück zukehren! Sie sagten alle natürlich: “Ja“ und dann fuhren sie glücklich nach Hause und am nächsten Tag stand Joshi schon am Briefkasten und wartete auf den Briefträger, obwohl seine Mutter ihm die ganze Zeit sagte: „Das dauert ein paar Tage, bis der Brief kommt.“ Aber Joshi gab nicht auf! Und doch kam der Briefträger heute mit einem verdächtigen Brief in der Hand! Joshi nahm fröhlich und schnell dem Briefträger den Brief aus der Hand, umarmte ihn kurz und rannte dann die Treppen hoch in den 4. Stock, wo ihre Wohnung war. Die ganze Familie setzte sich auf das Sofa und Joshi riss den Brief neugierig auf und sagte dabei: „Sieht du, Mama, der Brief kommt doch und außerdem würde dann da auch nicht „Schnell-Service“ draufstehen! Also!“ sagte er und fing an, zu lesen: „Sehr geehrte Familie! Sie müssen den Betrag in 20 Jahren versuchen, abzuzahlen. Ab dem 10.06. – 20.6.2009 dürfen sie in ihr Traumhaus einziehen. Wir wünschen ihnen eine schöne Zeit in ihrem Traumhaus! Bis bald! Ihr Dream-Team! Oh, Mann! Mama, Papa, ich freu`mich so sehr und wünschte, dass heute schon der 12.6. wär’!“ Darauf antworten seine Eltern, ohne Absprache: „Wieso denn der 12.6.?“ „Ach, das hab` ich mir grad ausgesucht!“ Also zogen die drei dann am 12.6. ein. Sie beschlossen auch, sich einen Hund zuzulegen und entschieden sich für einen weißen Golden-Retriever-Beagle, den sie „Flöckchen“ nannten! Alles zusammen war für Joshi wundervoll, denn so ist ihm sein größter Traum in Erfüllung gegangn! Er lebte in seinem Traumhaus und Traumgarten glücklich und zufrieden bis an sein Lebensende und sagte zu seinen Eltern: „Ich finde, das war ein geretteter Traum!“
E n d e
-- Katharina Lorenz (11 Jahre alt)